Am 15.03.2026 waren die Heiner aufgerufen eine neue Stadtverordnetenversammlung zu wählen. In diesem Jahr waren 114.407 Menschen wahlberechtigt, 2021 waren es mit 115.119 noch ein paar mehr. Trotz Anstieg der Bevölkerung waren also weniger Menschen wahlberechtigt. Allerdings sind mit 66681 viel mehr Menschen zur Wahl gegangen (2021 waren es 62960).
Als im März 2021 gewählt wurde, war das Coronavirus noch das omnipräsente Thema. Entsprechend war der Anteil der Briefwähler mit 53,5% auf Rekordhoch. Dieses Jahr waren es dagegen “nur” noch 40%. Nicht so stark verändert hat sich dagegen, der Anteil an Wählern, die ein Listenkreuz machen (also weder Kommulieren noch Panaschieren). Dieser ist mit 68,2% gegenüber 65,8% nur leicht gestiegen.
Wer konnte von den 3.721 neuen Wählern mit ihren 264.191 Stimmen am meisten Profitieren?
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| Wie viele Stimmen haben die Parteien gewonnen bzw. verloren? |
Die meisten Stimmen konnte die extrem rechte AfD gewinnen. Sie konnte ihre Stimmen mehr als verdoppeln. Danach kommen schon Volt und Linke mit je etwa 150.000 neuen Stimmen. Somit sind alle drei Parteien, die etwa 10% der Stimmen bekommen haben, die mit Abstand größten Stimmengewinner.
Beachtliche Gewinne konnte noch UFFBASSE für sich verzeichnen. Die CDU und SPD konnten mehr Stimmen für sich Gewinnen, verloren aber Anteile. Die restlichen Stimmengewinner waren Parteien und Wählervereinigungen, die zum ersten mal angetreten sind.
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| Wie viele %-Punkte haben die Parteien gewonnen bzw. verloren? |
Bei den Verlierern, findet man mit “Teilhabe” und UWIGA auch zwei Listen, die nicht mehr zur Wahl angetreten sind. UWIGA hat mit knapp 131.000 Stimmen sehr viele Wähler “freigegeben”. Freie Wähler (FW) und UWG verloren zwar absolut nicht so viele Stimmen, jedoch bedeutete das für beide fast die Hälfte aller Stimmen, die 2021 noch erreicht wurden. Die FDP verlor mit knapp 60.000 Stimmen etwa ein Viertel ihrer 234.412 2021 erreichten Stimmen. Die PARTEI verlor sogar zwei Drittel ihrer Stimmen. Die Grünen verloren 127.625 Stimmen, oder etwa jeden neunten ihrer 1.152.072 Wähler von 2021.
Es zeigt sich somit, dass durch den Anstieg an Wählern auch Parteien an Stimmen zugelegt haben, deren Stimmanteil sich gegenüber 2021 verschlechtert hat.

